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Bericht I Dreilinden Gymnasium Israelfahrt 2016

Flughafen Berlin-Tegel: Wir alle warteten darauf, dass unsere Reise beginnt. Die Nacht im Flugzeug verbracht, mit einem zwischen Halt in Istanbul und dann endlich in Tel Aviv. Die Kontrollen waren glücklicherweise sehr kurz und wir alle waren froh als wir dann endlich in den Bus stiegen. Kaum einer von uns wusste, was Massada ist und als wir dann aus dem Bus ausstiegen erklärte man uns, wir würden nun auf diesen Berg steigen. So liefen wir also, erst halb wach, den Berg hinauf. Oben erzählte uns unser Reiseführer Berti die Geschichte hinter Massada. So standen wir mitten in der Wüste, in der prallen Sonne und versuchten zu begreifen, dass wir gerade erst bei sieben Grad Celsius in Berlin waren. In Schlängelinien liefen wir wieder herunter und Frühstückten bei dem herrlichen Wetter in der Sonne mit dem besten Instantkaffee. Und schon ging die Fahrt weiter zum Toten Meer. Wir waren an einem Privatstrand und liefen den heißen Sand entlang. Das salzige Wasser fühlt sich unglaublich ölig an und kaum waren wir drin, lagen wir auf dem Wasser und sonnten uns während wie badeten. Voller Totem Meer Schlamm lagen wir am Strand und genossen das Wetter. Als wir mit unserem Spa-Erlebnis fertig waren, ging es los zu unseren Gastfamilien nach Haifa. Das Wiedersehen war unfassbar schön und die Stimmung war nicht zu übertreffen als wir uns alle wiedersahen. Wir trafen uns nach dem Abendessen wieder alle im Park und redeten über alles was wir in der Zeit verpasst hatten. Am nächsten Morgen, dem Montag, ging es dann zu einem Kloster, welches sich sowohl mit dem Judentum als auch mit dem Christentum auseinandersetzte. Bei der Führung warfen sich viele Fragen auf und unser Guide war sehr offen uns alles zu erklären, so erklärte er zum Beispiel, dass die Seele des Menschen, nach seinem Glauben, weiblich sei, da wir alle mit Gott verheiratet sind. Nach dem Kulturschub ging es dann zu den Golan Höhen. Abgesehen von vorzüglichem Eiskaffee, sahen wir Bunker und redeten mit UN-Soldaten aus Schweden, der Niederlande und aus Australien. Uns wurde sogar vom niederländischen Soldaten auf Deutsch seine Arbeit erklärt. Nachdem wir mehr über die aktuelle Lage zwischen Syrien und Israel erfahren hatten, ging es für uns zum See Genezareth, an dem Jesus nach dem Christentum übers Wasser gelaufen ist. Wir gingen baden und redeten über all die neuen Eindrücke. Am Abend trafen wir uns mit allen Gastfamilien in einem Park in Haifa und aßen zusammen zu Abend, unterhielten uns und diskutierten sogar über politische Themen. Den Dienstag hatten wir einen Tag ohne Programm. Jeder Gastfamilie war selbst überlassen, wie sie den Tag gestalten wollen und die meisten unserer Gruppe trafen sich und besichtigen das „Downtown“ von Haifa. Wir aßen arabische Spezialitäten und genossen einen erholsamen Tag am Strand von Haifa. Wir blieben den ganzen Tag am Strand und kamen sogar abends nach dem Essen noch mal zurück und einige von uns gingen bei Nacht im Mittelmeer baden. Der Wecker klingelte früh am Mittwoch. Es ging nach Jerusalem, doch davor hieß es Bus fahren. Eine von uns aus Deutschland hatte Geburtstag und wir feierten auf dem Weg ein bisschen mit ihr. Als wir dann in Yad Vashem ankamen, sank die Stimmung. Wir bekamen eine Führung auf Deutsch und lernten die Geschichte unseres Landes, noch einmal auf eine ganz andere Weise kennen. Kaum einer von uns Schülern hat noch Bezug zum Holocaust, da wir die dritte Generation danach sind. Doch in dieser kurzen Zeit, lernten wir mehr als wir je hätten lernen können. Unser Guide sagte uns, wenn wir auch nur eine Geschichte im Kopf behalten würden, wäre sie sehr froh. Doch es ist mehr als eine an die wir uns erinnern… Von der Geschichte der Rosenstraße bis zu persönlicheren Geschichten machten wir eine gedankliche Reise, die so schrecklich ist, dass sie kaum in Worte zu fassen ist. Noch sehr berührt ging es dann in die Altstadt von Jerusalem. Wir gingen durchs jüdische Viertel, zur Klagemauer, ins arabische Viertel vorbei an den Märken, zur Grabeskirche ins christliche Viertel. Berti erzählte uns über die Geschichte der Stadt, über die Religionen und auch über die Sehenswürdigkeiten und ihre Hintergründe. Und so steckten auch wir Zettel in die Klagemauer. Als wir dann im Hostel Freizeit hatten, waren wir alle sehr erledigt von dem Tag, da es einer der anspruchsvollsten Tage war, sowohl körperlich als auch emotional. Am Abend organisierten wir uns selbst Pizza und ließen den Abend ausklingen. Gemeinsam mit unserer Lehrerin Frau Großmann diskutierten wir die halbe Nacht über Politik in Deutschland und unsere Eindrücke von Israel. Umso schöner war dann der Donnerstag in Tel Aviv, denn Shoppen und Baden stand auf dem Programm. Wir gingen zu Märken und betrachteten die Einheimischen Produkte und genossen den wunderschönen Strand von Tel Aviv. Als wir dann im Bus saßen wurde uns klar, dass morgen der letzte Tag ist. Wir hatten für den Freitag wieder viel Freizeit und tankten noch mal ordentlich Sonne. Und als es dann abends zur Abschiedsfeier zu einem der Austauschschüler ging, schwelgten wir noch einmal in Erinnerung an die gemeinsame Zeit. Es wurde noch ein letztes Mal gefeiert und der Abend genossen. Umso schwerer viel es uns dann, als wir uns am Samstagmorgen am Bus von einander verabschiedeten. Wir versprachen uns Kontakt zu halten und stiegen dann in den Bus zum Flughafen.

Die Reise war für uns alle ein unglaublich eindrucksvolles Ereignis voller Kultur, Sprache, Religion und reichlich beglückt mit guter Laune, Zusammenhalt und nahezu perfekter Planung im Programm. Was wir an Einrücken und Erfahrungen sammelten, ist unvergleichlich mit dem was wir in Berlin alltäglich haben. Es war eine wunderschöne Reise und wir sind allen, die diese großartige Zeit ermöglicht haben, sehr dankbar für die Unterstützung. Im April 2017 kommen uns auch zwei Austauschschülerinnen wieder besuchen und wir erhalten den Kontakt von Berlin bis nach Haifa.

Bericht I Dreilinden Gymnasium Israelfahrt 2016

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